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Führungen für Schulklassen


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Bucksturmführung für Schulklassen

Dauer: ca. 1 Stunde
Diese Führung empfehlen wir für das 4. bis 10. Schuljahr

Die Geschichte des "Johanniskastens" - ein Eichengefängnis im Bucksturm - geht bis ins 14. Jahrhundert zurück.



Der Bucksturm wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als ein Wachturm der Stadtmauer errichtet. Ursprünglich war er der höchste Befestigungsturm der Stadt. An beiden Seiten war er zur Stadtmauer geöffnet. Die Wachen durchschritten bei ihrem Wachdienst von der Mauer aus den Turm und konnten sich in der kalten Jahreszeit hier an einer Kohlenpfanne aufwärmen. Heute ist diese Etage einer kleinen Wachstube nachempfunden.

Der „Johanniskasten“ in der 2. Etage des Turms erinnert daran, dass der Turm auch als Gefängnis genutzt wurde. Seinen Namen erhielt der Kasten nach seinem wohl spektakulärsten Gefangenen: Johann von Hoya. Johann saß als Kriegsgefangener 6 Jahre lang von 1441 bis 1447 in diesem Kasten.

Während der Hexenverfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert diente der Bucksturm zusätzlich als Folterkammer. In einer Ausstellung werden u. a. die ideologischen Hintergründe und das Verfahren dargestellt, wie Frauen in früheren Jahrhunderten in den Sog der Hexenverfolgung gerieten.

Bei der Bucksturmführung für Kinder und Jugendliche werden die drei Themenkreise der Ausstellung vorgestellt und angesprochen: Die Befestigung und Bewachung der Stadt Osnabrück, die Geschichte von Johann von Hoya und Hexenverfolgung in Osnabrück. Hier wird nicht nur lebendig erzählt, sondern auch das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aufgegriffen und es werden grundlegende Fragen erörtert: Wer musste die Stadt bewachen? Konnte man aus dem Turm mit Kanonen schießen? Haben wir heute noch solche Gefängnisse wie den Johanniskasten? Warum wurde gefoltert? Was wurde den Frauen vorgeworfen, die als Hexen umgebracht wurden?

Kosten: 45,00 € pauschal, für Klassen bis 30 Personen