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Die Neustadt - Osnabrücks zweite Hälfte

Eine Entdeckungsreise durch die Osnabrücker Neustadt

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Es ist unbestritten, dass in Osnabrück die historischen Highlights in der Altstadt stehen. Darüber hinaus verbindet man mit dem Begriff „Neustadt“ keine historischen Bauwerke und Ereignisse, sondern eher ein modernes Wohnquartier.

Wir Osnabrücker wissen, dass das ganz anders sein kann, denn die Wiege unserer Neustadt ist nur 300 Jahre jünger als die Wiege der Altstadt. Sehr viel ist von dieser historischen Neustadt nicht übrig geblieben: Der Bombenhagel des 2. Weltkriegs hat viele Gebäude zerstört und jene, die heute noch stehen, liegen nicht so dicht beieinander. Deshalb muss man sie finden, denn nicht jedes historische Gebäude der Neustadt liegt so exponiert wie die Kirche St. Johann oder das Fürstbischöfliche Schloss oder der Ledenhof. So gibt es Gebäude, die nur Theater- oder Cocktailfans kennen: In der Kommende der Johanniter in der Kommenderiestraße hat heute die Probebühne ihre Spielstätte und im Hakenhof ist heute ein beliebtes Szenelokal untergebracht.

Doch wissen Sie auch, wer früher in diesen Gebäuden gewohnt hat und für wen sie gebaut wurden?

Wir suchen also nicht nur historische Gebäude auf, sondern entdecken ihre ehemaligen Bewohner, zum Beispiel den ersten evangelischen Fürstbischof Ernst August I. und seine Frau Sophie von der Pfalz, die das Osnabrücker Schloss erbauten,sowie Marie von Hannover, die während der Choleraepidemie die Gründung des Marienhospitals finanziell unterstützte. Da wird die Rede sein von der ersten privaten Dampfmaschine und davon, dass Straßenbahnen den Radioempfang störten.