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Zum Reformationsjubiläum 2017

Osnabrück - Von der Reformation bis zum Westfälischen Frieden

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Als sich am 25. Oktober 1648 alle Osnabrücker auf dem Marktplatz versammelten, um die Verkündigung des Westfälischen Friedens zu erleben, lagen die Anfänge des Konflikts, der zum Dreißigjährigen Krieg geführt hatte, 131 Jahre zurück. Wahrscheinlich waren die Einzelheiten der damaligen Ereignisse in der Erinnerung schon verschwommen, doch man erinnerte sich an die Namen der damaligen Akteure. An den Augustiner Gerhard Hecker, der die ersten evangelischen Predigten in Osnabrück hielt, an den Aufrührer Oberg und an Hermann Bonnus, der für die Osnabrücker Kirche die erste evangelische Kirchenordnung schrieb. Reibungslos verlief diese Reformation in Osnabrück nicht, obwohl ihr der damalige Bischof Franz von Waldeck zustimmte. Doch das Domkapitel hielt fast durchgehend am alten Glauben fest und so waren innerstädtische Konflikte vorprogrammiert.

Als sich dann in den ersten Jahren des 30jährigen Krieges das katholische Lager siegreich wähnte, wählte das Domkapitel hintereinander zwei entschieden katholische Bischöfe und die Bevölkerung in Osnabrück erlebte eine Phase der Gegenreformation, die sich nachhaltig auf das Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten in Osnabrück auswirkte. Die Besetzung der Stadt durch die Schweden befreite die Osnabrücker zwar vom Gegenreformator Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg und letztendlich auch vor dramatischen Kriegsereignissen, doch litten zumindest der Bürgermeister und der Stadtrat unter dem Verlust der unabhängigen Selbstverwaltung, die jahrhundertelang zuvor das Selbstbewusstsein der Bürger prägte.

Der Friedenskongress entband die Osnabrücker von den Kriegslasten und mit dem jetzt in der Stadt lebenden „fremden Volk“ ließen sich andere Geschäfte machen als mit den einquartierten schwedischen Besatzern.
Eine dunkle Wolke überschattete die Friedensfreude der Osnabrücker, denn Franz Wilhelm von Wartenberg wurde wieder Bischof von Osnabrück. Zwar konnte die Stadt im Westfälischen Frieden ihre Unabhängigkeit behaupten, aber erst der in Nürnberg ausgehandelte Zusatzvertrag, die „Capitulatio perpetua“, regelte in Stadt und Stift Osnabrück die konfessionellen Verhältnisse bis 1802.

Mit dieser Führung frischen wir die Erinnerung der Ereignisse in Osnabrück jener 131 Jahre wieder auf. Wir betrachten die Hauptakteure und beobachten die Osnabrücker, wie sich die Ereignisse auf ihr Alltagsleben auswirkten.